Erdbebeningenieurwesen

Die Kernaufgabe des Erdbebeningenieurwesens ist die erdbebensichere Auslegung von Bauwerken für den Lastfall Erdbeben. Es wird überprüft, ob die vorhandene Bauwerkskapazität ausreichend ist, um die am Bauwerksstandort vorhandene Erdbebeneinwirkung aufzunehmen.

Die  Standsicherheit von Bauwerken kann durch geotechnische Effekte im Untergrund und durch die in den Bauwerken hervorgerufenen dynamischen Trägheitskräfte gefährdet werden. Nachfolgende Schadensbilder infolge der Erdbebenserie in der Emilia Romagna, Norditalien aus dem Jahre 2012 illustrieren mögliche Schadenswirkungen von Erdbeben.

 

Untergrundeffekte

Die Bodenbewegungen infolge von Erdbeben können durch einen Verlust der Scherfestigkeit des Bodens zu Bodenverflüssigungseffekten führen. Weiterhin kann es an der Erdoberfläche zu Verwerfungen kommen. Beide Effekte gefährden die Standsicherheit von Bauwerken.

 


         

             Verwerfung

                      

              Bodenverflüssigung

 

Bauwerksschäden

Bei nicht erdbebenischerer ausgelegten Bauwerken können gravierende Schäden bis hin zum Teil- oder Gesamtkollaps der Bauwerke auftreten.

 

 

               Gebäudeschaden

                               Schaden im Anlagenbau